Über den Autor — Tobias Hayer
Mein Name ist Tobias Hayer. Ich bin Verhaltensforscher mit Schwerpunkt auf Glücksspielverhalten, Risikowahrnehmung und den psychologischen Mechanismen moderner Glücksspielprodukte, insbesondere von Spielautomaten.
Meine Arbeit befasst sich nicht mit Ergebnissen. Sie befasst sich mit Prozessen. Ich untersuche, wie Glücksspielprodukte Aufmerksamkeit strukturieren, Entscheidungsprozesse beeinflussen und Ausdauer fördern — lange bevor ein Gewinn oder Verlust eintritt. Statt Glück oder Optimierung zu analysieren, konzentriere ich mich auf Designlogik, verhaltensbezogenes Feedback und ökonomische Anreizsysteme, die das Spielerverhalten prägen.
Ich komme aus der Psychologie und der Public-Health-Forschung. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe ich in akademischen, beratenden und angewandten Kontexten gearbeitet und untersucht, wie Glücksspielumgebungen Risikoverhalten, Zeitwahrnehmung und Kontrollverlust beeinflussen. Spielautomaten stellen dabei ein verdichtetes Verhaltenssystem dar: hohe Spielfrequenz, schnelles Feedback und minimale Reibung.
Spielautomaten werden oft als einfache oder rein zufallsbasierte Spiele beschrieben. In der Praxis sind sie hochgradig konstruierte Produkte. Volatilität, Near-Miss-Strukturen, Bonusantizipation und sensorisches Feedback verändern keine Wahrscheinlichkeiten, beeinflussen jedoch stark das Erleben. Meine Arbeit analysiert, wie diese Elemente zusammenspielen — und warum sie bei unterschiedlichen Spielertypen und Spielen verlässlich ähnliche Verhaltensmuster erzeugen.
Warum dieses Profil existiert
Glücksspielinhalte werden meist über Unterhaltung oder Gewinnpotenzial vermittelt. Diese Perspektive verfehlt den Kern. Casinos und Spieleentwickler verlassen sich nicht allein auf Zufall, sondern auf vorhersehbare Verhaltensreaktionen.
Dieses Profil existiert, um darzustellen, wie Spielautomaten als Verhaltenssysteme funktionieren — nicht als Strategien, nicht als Mythen und nicht als moralische Bewertung.
Dieser Bereich dokumentiert:
wie Spielautomaten Sitzungsdauer und Verweildauer strukturieren
warum Volatilität ein trügerisches Gefühl von Fortschritt oder „Fälligkeit“ erzeugen kann
wie Bonusfunktionen die Risikobereitschaft und Ausgaben beeinflussen
welche Designelemente Ausdauer fördern statt Spielgenuss
wann „Engagement“ zu einem messbaren Risikofaktor wird
Mein Fokus liegt auf Mechanismen, nicht auf Motivation. Nicht auf Gewinnen oder Verlusten — sondern auf der Struktur der Interaktion zwischen Spieler und Produkt.
Beruflicher Werdegang
Späte 1990er – frühe 2000er Jahre
Akademische Ausbildung in Psychologie mit frühem Forschungsschwerpunkt auf Entscheidungsfindung unter Unsicherheit und Verhaltensrisiken.
2000er Jahre
Einstieg in die glücksspielbezogene Forschung mit Fokus auf Spielerverhalten, Kontrollverlust und frühe Präventionsmodelle.
2010–2015
Anwendungsorientierte Forschung zu Responsible-Gambling-Instrumenten, Risikokommunikation und verhaltensbezogenen Indikatoren bei Betreibern und Regulierungsbehörden.
2015–2020
Öffentlichkeitsarbeit und beratende Tätigkeiten, mit dem Ziel, Forschungsergebnisse verständlich auf Glücksspielmechaniken und Spielererfahrungen zu übertragen.
2021–heute
Unabhängiger Forscher und Analyst mit Schwerpunkt auf Slot-Design, verhaltensbezogenen Feedbacksystemen und Verbraucherschutz im digitalen Glücksspiel.
Was Sie hier finden
Auf dieser Website finden Sie strukturierte, nicht-werbliche Analysen von Spielautomaten und Glücksspielverhalten, darunter:
verständliche Erklärungen zu Volatilität, Trefferfrequenz und Bonuszyklen
verhaltenspsychologische Einordnung verbreiteter Spielerannahmen und Irrtümer
Analysen, wie modernes Slot-UX Reibung reduziert und Ausdauer fördert
praxisnahe Beobachtungen zu Limits, Zeitwahrnehmung und sicherem Spiel
kritische Betrachtung ohne Versprechen, Optimierung oder Überzeugungsrhetorik
Dies ist kein Inhalt über das „Schlagen“ von Slots. Es geht darum, sie als Produkte zu verstehen.
Zielsetzung
Ziel ist es nicht, Glücksspiel zu romantisieren oder Spieler als irrational darzustellen. Ziel ist es, ein kommerzielles System zu erklären, das auf Aufmerksamkeit, Wiederholung und Unsicherheit ausgelegt ist.
Eine Bonusfunktion ist keine Belohnung für Ausdauer — sie ist ein programmiertes Ereignis innerhalb eines Wahrscheinlichkeitsmodells.
Engagement ist nicht zufällig. Anerkennung ist nicht persönlich.
Diese Unterscheidungen zu verstehen beseitigt Risiken nicht, kann aber Klarheit schaffen.
Grundprinzipien meiner Arbeit
evidenzbasierte Verhaltensanalyse statt Aberglaube
klare Trennung zwischen Unterhaltungsdesign und psychologischem Druck
realistische Bewertung von Responsible-Gambling-Tools und deren Grenzen
klare Sprache statt werblicher Narrative
keine Beratung, keine „Gewinnsysteme“, keine Affiliate-Anreize
Das Ziel ist Verständnis — nicht Kontrolle und nicht Ermutigung.
Publikationen
📘 Akademische Forschung zum Glücksspielverhalten und zur Risikowahrnehmung
📗 Anwendungsorientierte Publikationen zu Prävention und Spielerschutz
📙 Redaktionelle Beiträge zu Glücksspielmechaniken und Glücksspielpsychologie
📕 Öffentlichkeitsarbeit zu Glücksspielmythen, Risikoverständnis und Prävention
Vorträge & Medienarbeit
Konferenzvorträge zu Glücksspielpsychologie und verhaltensbezogenem Risiko
Paneldiskussionen zu Slot-Mechaniken, Spielerschutz und Präventionsstrategien
Fachworkshops zur Risikokommunikation für Fachkräfte
Medieninterviews zu Glücksspielverhalten, Fehlannahmen und Wahrnehmungsverzerrungen
Expertenkommentare zu Glücksspiel-Design und Verbraucherschutz
Weitere Quellen
Forschungsprofile auf wissenschaftlichen Netzwerken
Referenzen aus Hochschulen und Forschungsinstituten
Publikationen im Bereich Public Health und Glücksspielprävention


